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Alles, was du über Entsafter wissen musst

Welcher Entsafter ist der Richtige?

Du suchst nach einem Entsafter und fragst dich, welches Modell das Richtige für dich sein könnte? Ich möchte dir hier ein paar kleine Unterschiede zeigen und dir von meinen Erfahrungen mit Zentrifugenentsafter und Saftpresse mit einer Schnecke, genannt Masticating Juicer oder Slow Juicer, berichten und hoffe, ich kann dich bei Deiner Entscheidungsfindung ein wenig unterstützen.

Industriell hergestellte Frucht- und Gemüsesäfte werden pasteurisiert, das bedeutet, dass diese erhitzt werden und so die Säfte zwar länger haltbar sind, doch leider wertvolle Vitamine und Enzyme verloren gehen. Zu dem weist der Anteil an Gemüsesaft oft nur einen geringen Prozentsatz auf und oft ist Apfelsaft vorherrschend. Mit einem Entsafter ist es möglich, innerhalb weniger Minuten einen hochwertigen Saft nach eigenem Geschmack, aus liebstem Obst und Gemüse, zu kombinieren. Unabdingbar ist ein Entsafter vor allem für regelmäßige Safttage oder -kuren, sollte man nicht auf fertig zusammen gestellte Kuren von diversen Anbietern zurück greifen wollen.

SAFTPRESSEN, ZENTRIFUGENENTSAFTER UND DAMPFENTSAFTER

Es gibt verschiedene Arten Entsafter: Saftpressen, Zentrifugenentsafter und Dampfentsafter. Für den täglichen Gebrauch sind vor allem verschiedene Saftpressen und Zentrifugenentsafter geeignet. Da ich solche Geräte im Haushalt verwende, werde ich nachfolgend vor allem auch auf diese und meine Erfahrungen mit diesen eingehen:

SAFTPRESSEN

Sehr einfache und kostengünstige Saftpressen sind für Zitrusfrüchte erhältlich, doch gibt es auch Modelle, welche mit einer oder sogar zwei sogenannten Press-Schnecken ausgestattet sind. Solche Geräte sind für Obst, Gemüse, Kräuter und auch sogar Gräser geeignet. Genannt werden diese Masticating Juicers oder auch Slow Juicer (mit einer Press-Schnecke) oder Twin Gear Juicers (mit zwei Press-Schnecken) und sind kostenintensiver, aber vielseitiger, als z.B. Zentrifugenentsafter.

Masticating Juicer/Slow Juicer zerkleinern mit einer niedrigen Umdrehungsanzahl der Press-Schnecke/n langsam das Pressgut und quetschen die einzelnen Stücke nacheinander schonend aus, wobei wenig Sauerstoff in den Saft gelangt. Die Zellmembranen werden hier leicht angerissen, so dass sich die Nährstoffe zwar lösen können, doch erhalten bleiben und wir bei Blättern und Gräsern zum Beispiel an das wertvolle Chlorophyll kommen können. Mit vielen Geräten ist daher auch sehr gut möglich Blätter und Gräser, z.B. Weizengras, zu entsaften, doch kannst Du auch Nussbutter und -milchen, Eis und Smoothies herstellen.

Twin Gear Juicers arbeiten mit einer noch geringeren Drehzahl, während das Pressgut zwischen zwei Press-Schnecken vollständig entsaftet wird. So erhält man noch mehr Saft als bei Masticating Juicers/Slow Juicers, allerdings dauert der Vorgang auch noch etwas länger.

Bei Masticating Juicer/Slow Juicer und Twin Gear Juicer kommt es durch die sehr niedrigen Umdrehung zu keiner Erhitzung, wodurch Enzyme nicht zerstört werden können.

Einfache Zitrus-Saftpressen sind z.B. Philips HR 2752/90 Zitruspresse Essential* oder eine sehr günstige Zitruspresse mit Auffangbehälter von Edeka.

Masticating Juicers/Slow Juicer sind z.B. der Hurom Juicer DBE 11 HH Serie 2* , der Kuvings® Whole Slow Juicer B6000* oder die Champion Saftpresse*.

Ein Twin Gear Juicer ist z.B. die GreenStar Elite GSE 5000* oder die Angel Juicer 7500 Saftpresse*.

ZENTRIFUGENENTSAFTER

Zentrifugenentsafter sind mit einer schnell drehenden Reibe ausgestattet, die Obst und Gemüse schnell zerkleinert und den Saft durch ein Sieb hindurch zum Auslauf schleudert. Reste werden in einem Behältnis gesammelt. Ein Saft ist schnell gemacht, die Geräte oft sehr schnell gereinigt. Nährstoffe gehen bei diesem schnellen Vorgang, der auch zur Erhitzung führt, leider teils verloren. Die Saftausbeute ist bei vielen Geräten leider geringer, da Obst und Gemüse leider gar nicht ausgepresst werden können und so viel Saft mit dem Trester verloren geht. Je nach Gerät ist die Ausbeute besser oder schlechter.

Zentrifugenentsafter sind z.B. der Philips HR1871/10 Entsafter* oder der Bosch MES3000*.

WEIZENGRASENTSAFTER

Solltest du nur Interesse daran haben, Weizengras zu entsaften, so könnte ein kleiner Weizengras-Entsafter, entweder elektrisch oder mit Handkurbel, für dich ausreichend sein. Diesen benötigst Du allerdings nicht, solltest du bereits z.B. einen Masticating Juicer/Slow Juicer besitzen.

Weizengrasentsafter sind z.B. der Lexen – Manueller Entsafter – Healthy Juicer* oder die Lurch 10216 Green Power Saftpresse*.

MEINE ERFAHRUNGEN MIT ZENTRIFUGENENTSAFTER UND SLOW JUICER

Ich habe einige Zeit einen schnellen Zentrifugenentsafter von Philips, wie oben genannt, verwendet. Ein Gerät, welches auch für leckere Säfte sorgte und auch besonders schnell und einfach zu reinigen war. Heute nutze ich vermehrt den Kuvings Whole Slow Juicer B6000, welcher mir für den Test kostenlos vom Perfekt Gesundheit Shop zur Verfügung gestellt wurde. Mir ist die Aufnahme der möglichen Nährstoffe sehr wichtig, denn wenn man schon Säfte trinkt, so möchte man doch auch einen Mehrwert davon haben und das Möglichste mitnehmen. Das Gerät ist hervorragend geeignet, um auch sehr grüne Säfte, am besten ohne Obst, herzustellen. Hier kommt man mit einem Zentrifugenentsafter leider nicht sehr weit, so dass das der absolute Vorteil eines Slow Juicers ist.

Durch das vergrößerte Einfüllrohr des Entsafter ist es möglich, auch kleine Äpfelchen vollständig in das Gerät zu geben. An dieser Stelle liegen beide mir bekannten Geräte vorne, denn auch das Gerät von Philips ist dazu geeignet. Durch einen dichten Verschluss ist es beim Slow Juicer möglich, den vorzeitigen Auslauf zu verhindern. Säfte, hergestellt in einem Slow Juicer, bleiben merklich länger frisch, so dass ich mit einem Mal eine höhere Menge an Saft herstellen kann und das Gerät nur einmal reinigen muss. Ein Saft ist hier bis zu 48 Stunden genießbar. Zurückzuführen ist das auf den Sauerstoff, der beim Slow Juicer nur in kleinen Mengen beim Entsaftungsvorgang in den Saft gelangt.

Die Vielseitigkeit, die der Entsafter von Kuvings mitbringt, ist mir besonders positiv aufgefallen:

Mit dem Smoothie & Eiscreme Set für Kuvings Whole Slow Juicer B6000*, welches es separat zu erwerben gibt, lässt sich schnell und einfach leckere NiceCream herstellen, doch auch Frozen Yoghurt und Smoothies sind schnell gemacht. Letztere stelle ich zwar noch lieber in meinem Hochleistungsmixer her, doch für eine leckere, eiskalte NiceCream aus gefrorenen Früchten bevorzuge ich mittlerweile den Entsafter. Auch Nussmilch lässt sich problemlos mit dem Slow Juicer von Kuvings herstellen. Ein besonderes Highlight war das Entsaften von Weizengras für den morgendlichen Weizengras-Shot (Auch andere Gräser und Blätter lassen sich hier entsaften…). Das Weizengras hatte ich zuletzt von Wild.Kräuter aus Berlin mitgebracht, doch klappt auch der Anbau auf dem Balkon im Sommer und in der Küche im Winter sehr gut.

Im Gegensatz zu meinem Zentrifugenentsafter benötigt der Slow Juicer erstaunlicherweise auch weniger Platz, da hier nicht der Tresterauffangbehälter im Inneren des Geräts, wie beim Zentrifugenentsafter, liegt. Das Zubehör – Saft- und Trester-Auffangbehälter, Reinigungsbürste, Reinigungsvorrichtung und das Eis- sowie Smoothie-Set – lässt sich schnell und einfach im Küchenschrank verstauen. Die Reinigung erfolgt in den meisten Fällen in wenigen Minuten, nur bei sehr faserigen Obstsorten, z.B. Ananas, kann es noch etwas länger dauern und man muss mit der Bürste und Reinigungsvorrichtung, die sehr praktisch ist, noch länger schrubben, so dass alle kleinen Rückstände aus dem Sieb gelangen. Die Reinigung des Zentrifugenentsafters dauert hier unwesentlich kürzer.

Ob ein Zentrifugenentsafter oder eine Saftpresse für dich geeignet ist, dieses solltest du daher von deinen Ansprüchen und Budget abhängig machen. Mit einem Masticating Juicer/Slow Juicer hast du auf jeden Fall ein Gerät, welches sehr vielseitig ist und viele Vorteile mit sich bringt, jedoch kostspieliger ist. Wenn du allerdings nur hin und wieder ein paar Stücke Obst entsaften möchtest, so reicht bestimmt auch ein Zentrifugenentsafter für dich aus, welcher in den meisten Fällen um Einiges günstiger zu haben ist. Schaue auf jeden Fall darauf, dass das Gerät, welches du dir anschafft, schnell zu reinigen ist, damit du lange Freude daran haben wirst. Niemand verbringt gerne viel Zeit mit der Reinigung irgendwelcher Geräte, mh?

SAFTKUR, SAFTTAG, SAFTWAS?

Der Slow Juicer ist zur Vorbereitung für eine nährstoffreiche Saftkur bestens geeignet und auch einzelne Safttage lassen sich schnell vorbereiten. Manche schwören darauf, sich über einen langen Zeitraum nur von Säften zu ernähren, andere integrieren einen Saft am Tag und wieder andere haben einen festen Safttag in der Woche. Welche Säfte und wie du diese in den Alltag integrierst, dieses solltest du vor allem davon abhängig machen, wie es Deinem Körper mit der flüssigen Nahrung geht und auch von deinem Budget und deiner Zeit, welche/s zur Verfügung steht. Trinke lieber hin und wieder einen frischen, möglichst grünen Saft anstatt gar keinen und gönne dabei Deiner Verdauung eine kleine Auszeit, so dass du deine Energie für andere, schöne Dinge nutzen kannst. Besonders die grünen Säfte aus Blättern und Gräsern enthalten viel wertvolles Chlorphyll, welches Kraft spendet und auch deine Laune merklich heben lässt.

Übrigens, solltest du dir nicht sicher sein, ob Du grüne Säfte überhaupt mögen würdest und einen Hochleistungsmixer besitzen, so kannst du für die ersten Versuche in diesem das Grünzeug mit einer kleinen Menge Obst zerkleinern und die Mischung durch einen Nussbeutel geben. So kommst du vielleicht bereits auf den Geschmack für das tägliche Grün. Oder besorge dir ein grünes, frisches Säftchen bei dem Saftdealer Deines Vertrauens. In größeren Städten ploppen zur Zeit viele kleine Saftläden auf, die es zu entdecken gilt.

Natürlich sind auch Säfte in allen anderen Farben lecker und gesund. Greif dort zu, wo und was Du magst.

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6 Comments

  • Reply
    Franziska Burghardt
    27. März 2015 at 16:27

    Hallo,

    sehr interessante Entsafter werden hier angeboten. Ich bin selber ein großer Fan von Obst- und Gemüsesäften und nutze ebenfalls einen Entsafter. Es gibt für mich keinen besseren und schnelleren Weg große Mengen von Obst und Gemüse zu verzehren.

    Ich ertappte mich in der Vergangenheit regelmäßig dabei, zu einseitig und generell auch zu ungesund zu ernähren. Seitdem ich den Entsafter habe, lebe ich viel vitaler und fühle mich auch sehr gut. Dieser Artikel hat mich auch dazu bewegt mir einen Entsafter zu holen: – Link entfernt –

    Gesunde Grüße

  • Reply
    Nele Kummer
    6. März 2016 at 17:31

    Hey,

    ich habe mir von der Marke Gastroback einen Entsafter gekauft. Die sind von der Qualität echt super.

    Habe auf der Seite (Link entfernt) einen guten Testbericht über Entsafter entdeckt. Die von Philips scheinen ja auch vom Preis- Leistungsverhältnis super zu sein.
    Go Healthy Lifestyle!

    Liebe Grüße

    Nele

  • Reply
    sabine
    6. Januar 2017 at 10:36

    sehr guter Artikel!

  • Reply
    Bina
    13. Januar 2017 at 12:23

    Ich habe derzeit einen Hochleistungsmixer zum testen und bereite mir damit ua. grüne Smoothies zu.
    Manchmal auch nur welche mit Obst. Ich hab dann halt eher was breiiges (je nach Wasser) aber dennoch alles vom zB Apfel drin.
    Vorteil sehe ich definitiv darin, dass im Vergleich zum Entsafter alles verwertet wird und alles ruckzuck geht. Äpfel waschen, halbiern, mixen, fertig (mit Schale und Kerne).
    Nachteil: Hochleistungsmixer sind sehr teuer.

  • Reply
    Sarah
    26. Februar 2017 at 15:16

    Hallo,
    ein sehr schöner Beitrag  Ich habe auch immer einen Safttag und während ich meinen grünen Saft trinke, kriegen die Kinder immer frischgepressten Apfelsaft – schmeckt besser als der gekaufte und die Kleinen lieben ihn 
    Liebe Grüße, Sarah

  • Reply
    Svenja
    22. Mai 2017 at 18:50

    Klasse Beitrag, ich bin ja auch ein absoluter Befürworter von Weizengras, allerdings habe ich diesen noch nicht im Entsafter gehabt, gleich mal zu meinem gepressten Orangensaft ausprobieren, mal schauen wie das schmeckt, gesund wird es auf alle Fälle. 🙂

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