A Very Vegan Life
Unterwegs

VEGANFACH 2013 IN HAMBURG

Hamburg ist immer eine Reise wert und so fuhr ich am vergangenen Wochenende erwartungsvoll einmal mehr in die Stadt, in welcher ich viele Jahre lebte, bevor ich nach Hannover zog. Gründe gab es wie immer genug: Sei es das gestrige Fettes Brot-Konzert in der Roten Flora, welches auch an die Wand des Haus 73 projiziert wurde, eine weitere Demonstration für die Lampedusa-Flüchtlinge durch Hamburgs Innenstadt, die Hello Handmade-Ausstellung im Kampnagel oder auch die Veganfach, von welcher ich Euch nun kurz berichten möchte: 

Am vergangenen Samstag um 10 Uhr startete die dritte Veganfach, welche zum ersten Mal in Deutschlands Norden, in Hamburg, statt fand. Wir, Nathalie von Leckerlutionaer und ich, trafen gegen 11 Uhr am Flughafen ein, auf welchem für uns erkennbar nur ein kleines Schild den Weg zum Terminal Tango anzeigte. Hätten die vielen Menschen nicht vor dem Terminal im Regen in einer langen Schlange angestanden, ich denke, es wäre schwierig geworden die Location zu finden. Glücklicherweise mussten wir nicht lange anstehen und waren schnell in den Räumlichkeiten, welche sofort durch drückende Lichtverhältnisse auffielen. Die Stände waren bereits von Menschen umlagert. Durch Zufall entdeckten wir, dass es auch noch eine Halle 2 gab, in welcher sich weitere Stände befanden. Nur wenige BesucherInnen hatten bis dahin die zweite Ausstellungshalle entdeckt, denn diese war im Verhältnis zur anderen Halle leer. AusstellerInnen waren unter anderem Pure Raw, Muso Koroni, das Veganz und Avesu, Sea Shepherd, Vegan Wonderland und BeVegend. Ein paar der vorher angekündigten AusstellerInnen habe ich gar nicht erst entdecken können, doch sie müssen irgendwo dort gewesen sein (Denkefair? VeggieMaid?).

In einem von Halle 1 abgetrenntem Raum fanden Vorträge und Kochshows statt. Leider war der Eingang von Menschen belagert, so dass ich nicht mal einen Blick hinein werfen konnte. Wie erwartet hatten sich auch an den verschiedenen Döner- und Eisständen lange Schlangen gebildet. Die teilweise hohen Preise konnten die BesucherInnen nicht abschrecken und so probierten sie sich durch das Angebot. Mit dem Probieren war es übrigens auch so eine Sache: An vielen Ständen durften vegane Leckereien kostenfrei gekostet werden, doch teilweise schien dieses nur unter Einsatz der Ellenbogen möglich. So wurde man so manches Mal geschubst und abgedrängt. Für (längere) Gespräche mit BetreiberInnen der verschiedenen Stände blieb überhaupt gar keine Zeit, da diese unter anderem damit beschäftigt waren ihren Stand zusammen zu halten oder umgefallene Dekoration wieder auf zu richten. Zu sehen und kaufen gab es viel, vorausgesetzt man schaffte es bei manchen Ständen durch die Menschenmassen überhaupt zu den Regalen hindurch. Vor diesen konnte man sich dann allerdings auch nicht lange aufhalten. Sitzmöglichkeiten fand ich leider auch keine.

Ungefähr nach einer Stunde entschlossen wir dann auch wieder zu gehen und die Hallen füllten sich stetig weiter und weiter. Vor dem unansehnlichen Terminal Tango war die Schlange noch immer ewig lang und die KassiererInnen hatten alle Hände voll zu tun (Eintritt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro).

Entdeckt habe ich auf die Schnelle ein paar schöne Parfüms und Riegelchen (mit absolut hübschem Packaging…), welche ich bisher noch nicht kannte. Ich denke, dass die Veganfach insbesondere für Neu-VeganerInnen und Interessierte viel zu bieten hatte und ein schönes Angebot bereit hielt. Allerdings muss man Menschen sehr mögen und jeglicher Form von Körperkontakt nicht abgeneigt sein. Insgesamt bleibt zu sagen, dass ich froh bin, dass es solche Veranstaltungen gibt, so dass man auf einen Blick die vegane Vielfalt entdecken kann. Doch hier wäre eine ansprechendere Location und ein offenerer Aufbau mancher Stände wünschenswert gewesen.

Schöne Fotos der Veranstaltung findest Du bei Nathalie von Leckerlutionaer.

You Might Also Like...

5 Comments

  • Reply
    ben83ian
    4. November 2013 at 12:56

    Hallo,

    einfach ein super BLOG!!! Vielleicht ist das ja auch für Dich interessant:

    http://hydrophil.bigcartel.com/product/pflegeset-rough

  • Reply
    Kim
    4. November 2013 at 20:56

    Ich hatte auch erst überlegt, mich für die Veganfach auf den Weg nach Hamburg zu machen. Ich hatte dann leider doch keine Zeit mehr dafür, was ich dank deinem Artikel nicht mehr ganz so traurig finde…
    Mal sehen, wo sie die Veganfach nächstes Jahr ausrichten. Die Organisatoren haben ja hoffentlich zur Kenntnis genommen, dass der Platz nicht ausreichend war…

    • Reply
      Lena
      5. November 2013 at 00:44

      Liebe Kim, der Platz ansich schien schon ausreichend, doch die Stände ansich waren oft wenig optimal aufgebaut, z.B. in kleiner U-Form, so dass sich die Menschen zwischen den Regalen drängten… Das war leider nicht so schön. Dazu dann noch das drückende Licht in diesem in die Jahre gekommenen Terminal… Na ja.
      Viele Grüße, Lena

  • Reply
    Hannah
    4. November 2013 at 21:02

    Schade, dass manche Leute sich einfach nicht benehmen können, ohne geschubse und gedrängele wäre das Ganze sicher ein Riesenspass gewesen!

    • Reply
      Lena
      5. November 2013 at 00:45

      Ich kenne es von anderen (Fach-)Messen auch ganz anders und es hat mich schon ein wenig schockiert… ):

    Leave a Reply