A Very Vegan Life
Unterwegs

Hej Roskilde

(Werbung) 188 Acts auf acht Bühnen, darunter Travis Scott, Bob Dylan, The Cure, Cardi B., Noel Gallagher, Sheck Wes, Denzel Curry und Rosalia. 146 Acts, die zum ersten Mal das dänische Roskilde Festival bespielten, angereist aus 41 Ländern. Und der Wu Tang Clan.

Unvorstellbar, ein Leben ohne Musik. Schon im Kindesalter dudelte mein Radio mit Kassettendeck ununterbrochen. Damals lief der Soundtrack von Dirty Dancing, Roxette, Dune und Whigfield, bevor dann NOFX, Pennywise, Shelter und Cypress Hill sowie Wu Tang Clan übernahmen. Heute klicke ich mich täglich durch Spotify und entdecke dabei aufregende Genre und Acts. Ich hüpfe von Trap zu Black Metal rüber zu Pop, mache Halt bei der Musik der 80er und 90er, um dann irgendwann bei Tech-House oder Deutschrap zu landen.

Von Bühne zu Bühne, von Genre zu Genre

Ähnlich verläuft ein Besuch beim Roskilde Festival, während man von Bühne zu Bühne steppt (Oder auch von Food Stall zu Food Stall, doch dazu später mehr). Während Sharon Van Etten emotionalen Indie im Avalon zum Besten gibt, stimmt Noel Gallagher legendäre Oasis-Songs wie Wonderwall und Stop Crying Your Heart Out an. Vor der riesigen Orange Stage, dem Wahrzeichen des Festivals, feiert man den King Of AutoTune Travis Scott. Ein paar Meter weiter begeistern Power Trip mit Hardcore Punk, gepaart mit Trash- und Speed Metal der 80er Jahre. Rosalia bringt Latin Pop und Flamenco auf die Bühne, Jorja Smith R&B und Robyn stimmt Dancing On My Own zum Sing A Long an. Der Wu Tang Clan macht deutlich, dass dieser auch heute noch Ain’t Nuthing Ta F‘ Wit sind und Cypress Hill spielen ihre Hits From The Bong.

Bekannte Namen aller Genre, sogar Legenden, treffen beim Roskilde Festival auf vielversprechende Newcomer und bilden ein Programm, welches abwechslungsreicher nicht sein könnte. Eines, welches mich in diesem Jahr so sehr begeistert und emotional getroffen hat, dass ich mich frage, wie man dieses zum 50. Geburtstag im kommenden Jahr noch steigern kann?

Food Stalls & Vegan Food Tour

Neben den vielen Bühnen und Acts, die diese bereichern, waren auch die Food Stalls in diesem Jahr wieder sehr gut aufgestellt. Sich vegan zu ernähren, stellt beim Roskilde Festival keine Herausforderung dar, sondern bringt viele köstliche Möglichkeiten mit sich. Ob Sushi, Mashed Potatos mit Meatballs, Bowls, Burritos, Porridge mit Früchten am Morgen, Currys, abwechslungsreiche Burger oder schnelle Hot Dogs: man muss sich nur entscheiden.

Um einen Überblick über das Angebot zu bekommen, hilft die umfangreiche App des Festivals. Obendrauf werden verschiedene Food Tours angeboten. Darunter findet sich auch eine Vegan Food Tour, bei welcher in diesem Jahr in zwei Stunden, bei einem Tasting, auch das Thema Food Pairing mit Craft Beer und veganer Wein aufgegriffen wurde.

Food Stalls, die in diesem Jahr vor Ort waren, waren unter anderem Spoon Company mit einem NoButterChicken-Curry mit Naan, Mikuna aus Aarhus mit ihrem großartigen Veggie Burger mit Soja-Chunks, Zwiebelringen, Pickles, Aioli und Chilimarmelade, der Gaza Grill aus Kopenhagen mit einer köstlichen Falafel Roll und Bowl, Hey Darling aus Osterbro mit Mashed Potatos mit veganen Meatballs, Letz Sushi aus Kopenhagen mit Sushi-Menüs, Olioli Poke mit Poke Bowls, Grod aus Kopenhagen mit Porridge und Maexico mit Burritos und Tacos.

Nachhaltigkeit & der Green Market

Nachhaltigkeit ist beim Roskilde Festival grundsätzlich ein Thema. So wurde zum Beispiel die Clean Area für das Camping in diesem Jahr nochmals vergrößert und Strohhalme gänzlich abgeschafft.

Eine Neuerung in diesem Jahr war der Green Market auf dem Gelände des Festivals. In der ansprechend gestalteten Halle, in bester Lage zwischen Orange Stage, Art Zone und Food Court gelegen, tummelten sich nur Marken, die sich der Nachhaltigkeit verschrien haben. Darunter dedicated, Yogamii, Bio Glitter von Eco Sparkels und Unterwäsche von Underprotection. Hier zeigte sich deutlich, dass sich Nachhaltigkeit und Style verbinden lassen.

Weitere Themen, für die das Roskilde Festival steht, sind unter anderem Art & Activism. Street Art, vor allem in Form von Graffiti und Installationen, doch auch Workshops und Talks zu gesellschaftspolitischen Themen, gehören ‚zur DNA des Roskilde Festivals‘.

Highlights #rf19

Meine persönlichen Highlights in diesem Jahr waren Wu Tang Clan, Travis Scott, Power Trip, Denzel Curry und Jorja Smith, doch auch Sheck Wes und La Dispute. Entdecken, wenn auch leider nicht sehen, konnte ich Ravi Kuma und FlexLikeKev.

Besonders beliebt war bei mir auch in diesem Jahr wieder der Veggie Burger von Mikuna. Auch wurde der ein oder andere Hot Dog weggesnackt. Die Food Tour brachte mir neue Erkenntnisse in Bezug auf Food Pairing und Craft Beer, doch auch zur Gestaltung von Packaging bzw. Labels.

Die besondere Stimmung, genannt Orange Feeling, war allerorts freundlich, teils überdreht und oft emotional überwältigend; auf den Camping Plätzen, doch vor allem auch vor den Bühnen bei Acts wie Travis Scott, Denzel Curry, The Cure und dem Wu Tang Clan. Auch trotz des sehr wechselhaften Wetters. Alles in allem war das 49. Roskilde Festival für mich ein überragendes Erlebnis, von welchem ich noch sehr lange zehren werde. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Was gibt’s im nächsten Jahr?

Tickets für das anstehende 50. Roskilde Festival sind bereits hier erhältlich.

Mehr über das Roskilde Festival erfährst du hier.

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