A Very Vegan Life
Stories

re:Mind / Nachhaltigkeit – wenn aus Öko Eco wird

(Werbung) Bei dem Wort Öko kommen mir Bilder in den Kopf mit denen ich ungern in Verbindung gebracht werden möchte. Bilder, die sich seit den späten 80ern in meinem Kopf manifestiert haben. Dennoch lebe ich auf der anderen Seite einen einfachen Lebensstil, der schon – mehr oder weniger – als ökologisch angesehen werden kann. Doch hat doch das heutige Öko, ein Leben im Sinne der Nachhaltigkeit, mit dem Öko ‚von damals‘ nur noch wenig gemein.

Dass diese Gedanken allerdings auch andere Menschen haben, stellte sich zuletzt einmal mehr beim re:MIND Kongress in Hamburg heraus. Hängen geblieben ist daher der Satz, dass man aus Öko Eco machen sollte, damit dieser Begriff bzw. Lebensstil ansprechender wirkt. Das klingt nämlich zeitgemäßer und entsprechende Konzepte können so überzeugender bei den Adressaten wirken, nicht wahr?

Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich?

Unter dem Motto Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich? lud die OTTO Group bzw. das dazu gehörige re:BLOG – wie auch schon im vergangenen Jahr – in das Loft auf dem Hauptgelände der OTTO Group ein. Speaker erzählten dabei, was Nachhaltigkeit für sie bedeutet bzw. welche Konzepte sie leben und was sie antreibt.

Es war ein Raum gegeben, der zum Kennenlernen und Austauschen einlud. Blogger/innen aus den unterschiedlichsten Bereichen, von Food bis Fashion, die die Nachhaltigkeit als gemeinsamen Nenner haben, waren von überall angereist. Sie meditierten gemeinsam, lauschten Vorträgen, bedienten sich am reichhaltigen veganen Buffet und ließen bei Musik und angeregten Gesprächen den Abend ausklingen.

re:BLOG Konferenz – die Agenda

Auf der Agenda stand zu Beginn eine gemeinsame Meditation mit Laura Malina Seiler, um ‚anzukommen‘. Anschließend berichtete Alastair Humphreys über sogenannte Microadventures. Kleine Abenteuer, die jede/r jeder Zeit in den Alltag einbauen können und die trotzdem aufregend sind, Mut erfordern und immer Etwas in uns verändern können. Hast du schon einmal eine Nacht im Wald verbracht?

Die Mitarbeiter/innen von OTTO erzählten von der Corporate Responsibility in einem großen Konzern und wie Ideen und Konzepte den Mitarbeiter/innen näher gebracht werden können (‚Mach aus Öko Eco…‘) und wie sich diese bei einer großen Lieferkette nach und nach umsetzen lassen können.

Bonita Grupp berichtete darüber, auf welche Weise Nachhaltigkeit, soziales Engagement und das Unternehmen Trigema zusammen gehören. Das Unternehmen stellt ökologische, nachhaltige Kleidung aus 100% Biobaumwolle nach dem Cradle to Cradle- Prinzip her.

Benny Adrion von Viva Con Agua sollte aus Ruanda via Skype zugeschaltet werden, doch auf Grund der Verbindung reichte es nur für ein Interview am Telefon. Hier erzählte er von aktuellen Geschehnissen im Zuge des Water Walks, welcher von Ruanda nach Uganda führt, um weitere Wasserprojekte umsetzen zu können.

Raphael Fellmer sprach von seiner bewegten Vergangenheit ohne Geld bis zu seinem heutigen Dasein als Social Entrepreneur und wie er sich für ein Ende der Wegwerfgesellschaft einsetzt.

Sophia Hoffmann berichtete über ihr veganes Leben, welches möglichst mit Nachhaltigkeit im Einklang steht und räumte die Vorurteile aus, dass vegan gleichbedeutend mit gesund und biologisch ist.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für mich?

Kurz: ich versuche das richtige Maß zu finden, in allen Bereichen. Schließlich profitieren von den endlichen Ressourcen unserer Umwelt, so dass es nur fair ist, dass auch ich versuche, diese möglichst zu erhalten.

Allgemein kann ich sagen, dass ich wenig konsumiere und meine (Konsum-)Entscheidungen stetig hinterfrage. Zugegeben, ich mache auch nicht alles richtig und muss oft Kompromisse finden, um Wunsch und Realität zusammen zu bringen. Doch in meinem Haushalt befinden sich in der Regel nur Dinge, die ich tatsächlich nutze und unzählige Bücher, die mich einfach glücklich machen. Ich möchte einen Lebensstil leben, der mich und meine Umwelt nicht unnötig belastet, daher steht Qualität hier vor Quantität. Heißt, ich kaufe weniger, dafür lieber wertiger und hoffentlich langlebiger.

Vegan zu leben bringt zwar bereits einige Vorteile für die Umwelt mit sich, da weniger Ressourcen (z.B. Wasser) verbraucht werden und kann daher als nachhaltig gesehen werden, doch ist es auch als Veganer/in notwendig auf die Details zu achten. So ist eine Ernährung mit möglichst unverarbeiteten Zutaten aus biologischem Anbau am schonendsten.

Nachhaltig zu leben bedeutet allgemein für mich, ökonomische, soziale und ökologische Probleme unserer Zeit anzunehmen, mir meiner Verantwortung für die kommenden Generationen und unserer Erde bewusst zu sein, daher im alltäglichen Leben oft um zu denken und trotzdem mit Freude immer wieder Neues auszuprobieren und Schönes entdecken zu können – und das Leben in Zufriedenheit genießen zu können.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich? 

Lagom – das richtige Maß ist am besten

Mein Ansatz lässt sich in vielen Bereichen auch mit dem schwedischen Lagom vergleichen, eingängig beschrieben zum Beispiel in dem schönen Buch In der Mitte liegt das Glück / Lagom – Der schwedische Weg zum guten Lebenvon Lola A. Åkerström, erschienen bei Knesebeck. Lagom sind verschiedene Ansätze für den schwedische Lebensstil, der ’sich aus sozialem Bewusstsein, maßvollem Leben und Nachhaltigkeit zusammen setzt‘ (S. 11) und dabei sämtliche Bereiche des Lebens einschließt (u.a. Kultur + Gefühl, Einrichtung + Design, Natur + Nachhaltigkeit, Job + Business).

 

Fotos via re:Blog

Dieser Beitrag ist mit Unterstützung von re:BLOG bzw. OTTO entstanden. 

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2 Comments

  • Reply
    Sylvie
    22. November 2017 at 12:17

    Ein wirklich schöner Bericht. Mein Herz hüpft immer ein ganzes Stück höher wenn ich einen Raum voller Leute sehen, die etwas verändern wollen. <3 Das Buch muss ich mir unbedingt anschauen, das Cover spricht mich auf jeden Fall an!

    Love, Sylvie

    • Reply
      Lena Suhr
      26. November 2017 at 08:39

      Liebe Sylvie,
      da merkt man, dass man doch nicht so allein ist, wie man manches Mal doch vielleicht glauben mag…
      Ich hoffe, das Buch gefällt dir!

      Viele Grüße,
      Lena

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