A Very Vegan Life
Basics How To

KLEINE RESTE EINFRIEREN, RESSOURCEN SPAREN

Während du hemmungslos in der Küche wirbelst, fallen oftmals große und vor allem auch kleinere Reste an. Manchmal braucht ein Rezept einfach etwas weniger Kürbis, als dein gekauftes knubbeliges Gewächs wiegt. Auch kann es passieren, dass die Verpackungseinheit der Kokosmilch nicht der Angabe im Rezept entspricht und plötzlich wuchert auch noch die Koriander-Pflanze unerwartet in Breite und Höhe. Für die halbe Zucchini von vor ein paar Tagen, hast du noch immer keinen nächsten Einsatz geplant und überhaupt lief deine ansonsten sehr gute Planung schon beim letzten Einkauf mächtig schief, so dass kleinere und größere Reste nun deinen Kühlschrank belagern. Du fragst dich: Wohin damit? 

Während die größeren Reste oftmals noch Verwendung finden, werden kleine Reste oftmals unbedacht weggeworfen und das, obwohl auch diese noch auf vielfältige Weise nutzbar sind. Auch die kleinen Reste zu verwerten, ist ein wahres Statement gegen die Lebensmittelverschwendung und für Nachhaltigkeit, denn im Laufe der Zeit wird auch aus den kleinen Resten ein großer Lebensmittel-Berg.

VERSCHWENDE WENIGER RESSOURCEN

Doch was tun, wenn du im Hier und Jetzt keine weitere Verwendungsmöglichkeit für deine Reste findest? Was, wenn du nur immer mal wieder kleine Mengen einer Zutat benötigst? Wie kannst du dann der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken? Wohin nur mit den vielen kleinen Resten?

Lösung:

Reste einfrieren, mit Hilfe von Eiswürfelformen

Vermutlich haben die meisten von uns ein Kühlfach Zuhause und ebenso vermutlich sind auch Eiswürfelformen vorhanden (Schließlich werden diese oft direkt mit den Kühl- und Gefriergeräten verkauft). Sollten bisher keine Formen verfügbar sein, kannst du Plastik vermeiden und auf robuste Edelstahl-Formen zurück greifen, um kleine Reste einfrieren zu können. Kleine Gläser mit ausgeprägten Glaswänden kannst du ebenso nutzen (Unbedingt die Füllmenge beachten, da sich Flüssigkeiten beim Gefrieren ausdehnen und das Glas ggf. platzt).

KLEINE RESTE EINFRIEREN, SPÄTER NUTZEN

frische Beeren / Obst

Manche Sorten sind nur wenige Tage haltbar. Da ich weiß, dass ich z.B. eine Packung Beeren nicht innerhalb von zwei Tagen verzehren kann (Ausnahme: Erdbeeren), verlese und friere ich einen Teil immer direkt ein. Dazu püriere ich zumeist die Beeren, fülle diese in die Eiswürfelform ein und gefriere das Püree. Verwendung findet dieses dann im nächsten Smoothie, als Swirl zum Chia-Pudding oder auch als Zugabe für Eis. Beeren sind zu dem ein köstlicher Snack für Zwischendurch, wenn man diese mit Kokosmilch einfriert. Auch andere Obstsorten sind hierfür hervorragend geeignet.

Babynahrung

Jegliche Breie lassen sich hervorragend portionieren und auch einfrieren.

Pesto

Egal, ob frisch selbstgemacht oder aus dem Glas: seltsamerweise bleibt immer Etwas übrig und steht dann tagelang im Kühlschrank. Wieder und wieder meint man, irgendwann in den nächsten zwei bis fünf Tagen nochmals Pesto essen zu wollen. Nur irgendwie möchte man das dann doch nicht und schon gammelt die Pesto vor sich hin. Friere sie daher direkt ein und schon hast du immer eine köstliche Portion Pesto im Haus, wenn du sie wirklich brauchst. Zum Beispiel dann, wenn mal wieder eine Portion Spagetti, aber keine Sauce übrig geblieben ist.

Kräuter

Irgendwann kommt die Zeit, in der beginnen die Kräuter nur so zu wuchern. Mit dem Verzehr kommt man selten hinterher. Deswegen: schnell hacken und einfrieren. Wer mag, gibt noch Olivenöl, Kokosmilch oder Gemüsebrühe über die Kräuter oder einfach etwas Wasser (z.B. verfeinerst du damit deine nächste Sauce Bolognese, ein Wok-Gericht oder Infused Water).

Kürbis / Süßkartoffel / o.ä.

Kürbisse und ähnliche Gewächse kann man nur kaufen, wie sie gewachsen sind. Das bedeutet leider, dass es schwer wird, die 500g, welche du für dein geplantes Gericht benötigst, im nächsten Supermarkt, Bioladen oder Wochenmarkt zu kaufen. Für manche Rezepte muss sich leider an die angegebene Menge gehalten werden (z.B. Süßkartoffel-Brownies). Überreste sind damit immer vorprogrammiert. Koche bzw. backe dennoch die überschüssigen Gramm mit, püriere und friere diese danach ein. Kürbis eignet sich hervorragend für das morgendliche Oatmeal, als Aufstrich oder auch als Zugabe zu einem Smoothie. Süßkartoffeln können Zucker im Gebäck ersetzen und machen dieses auch saftiger.

Zucchini

Gefrorene Zucchini eignet sich hervorragend für Smoothies, manches Gebäck und auch für cremige Saucen und Dips, z.B. Cashew-Mayonnaise. Du schmeckst die Zucchini nicht heraus, aber die Konsistenz deiner Rezepte wird durch diese sehr fluffig.

Spinat / Mangold / etc.

Reinige, ggf. blanchiere und püriere die Blätter, fülle das Püree in eine Eiswürfelform und friere es ein. Nutze die gefrorenen Würfel als Zugabe für deine Smoothies oder auch für Saucen (Spinat macht sich z.B. hervorragend in einer kräftigen Enchilada-Sauce).

Kokosmilch / Kokoswasser

Kokosmilch und -wasser gehören für mich zu den Zutaten, die in der Vergangenheit des Öfteren vergammelten. Grundsätzlich benötigte eine geringere Menge als die Verpackungseinheiten her gaben. Daher standen Dosen und auch Tetra Paks oft wochenlang im Kühlschrank, bis diese unbrauchbar waren. Gefrorene Kokosmilch bzw. -wasser nutze ich vor allem für Smoothie Bowls, als Zugabe für Suppen und Currys.

frische Gemüsebrühe

Jede/r sollte frische Gemüsebrühe eingefroren haben, den die Würfel kann man doch immer wieder gebrauchen.

frisch gepresste Säfte

(Limette, Orange, Zitrone) – Manche Rezepte brauchen einen kleinen Spritzer Saft, zumeist von Zitrusfrüchten. So eine Zitrusfrucht kommt allerdings immer als ganze Frucht daher, deswegen solltest du diese auch direkt komplett auspressen und den überschüssigen Saft einfrieren. Schon hast du eine Portion, wenn du mal wieder einen Spritzer Saft benötigst (z.B. für Stir Fry).

Tiefgekühlte Zutaten halten sich oft über Monate hinweg, Vitamine und Nährstoffe bleiben dabei weitestgehend erhalten. Kleine Reste einfrieren lohnt sich!

You Might Also Like...

7 Comments

  • Reply
    Frau Reineke
    26. September 2016 at 13:28

    Hi und danke für die Inspo! Jetzt bleibt nur noch die Herausforderung, auch an diese kleinen Reste zu denken und nicht immer die wiedernächste Dose Kokosmilch aufzumachen. Oder Mango. Bei mir ist es immer Mangorest und es wird immer mehr im Tiefkühler.
    Ich hätte mir gerne das Oatmeal Rezept angesehen. Aber der Link dorthin führt leider nur zu Douglas und nicht zum Nature-Me Kochbuch?
    Falls ihr es noch irgendwo habt, ich nehm’s auch gerne per Mail entgegen.
    Lieben Gruß.

    • Reply
      Lena Suhr
      26. September 2016 at 13:43

      Ach, wie doof. Hatte gar nicht drauf geachtet, ob der Link noch geht. Schaue, ob ich das Kochbuch bzw. Rezept noch irgendwo habe und sende es dir dann ggf. zu.
      Liebste Grüße,
      Lena

  • Reply
    Lisi Ledbetter
    26. September 2016 at 14:46

    das war jetzt absolut augenöffnend – vor allem für meinen einzelhaushalt! ich persönlich benutze mein gefrierfach viel zu selten, diese gewohnheit sollte sich ändern, vielen dank dafür!

  • Reply
    Lea
    3. Oktober 2016 at 13:53

    Ohman, warum ist mir das eigentlich noch nie in den Sinn gekommen, Kokosmilch einzufrieren? Ich hab nämlich das gleiche Problem, die offene Packung steht ewig im Kühlschrank bis sie dann schlecht ist.. nächstes Mal kommts ins Gefrierfach! 🙂

    • Reply
      Lena Suhr
      3. Oktober 2016 at 20:54

      Manchmal kommt man nicht auf die einfachsten Dinge! Kenn‘ ich. (;

  • Reply
    Fair Fashion, vegane Rezepte und Beauty News der Woche
    24. März 2017 at 12:19

    […] 1/3 Bund Kerbel, zwei schrumpelige Karotten oder der Fenchel von vorletzter Woche? Lebensmittel wegschmeißen ist out! Wie man auf schlaue Weise Lebensmittelverschwendung reduzieren kann, zeigt euch Lena in ihrem Blogpost auf averyveganlife. […]

  • Reply
    re:THINK – Zeit, über eine bessere Zukunft nachzudenken | re:BLOG
    31. Mai 2017 at 14:34

    […] Für Lena fängt das große Thema Nachhaltigkeit im Kleinen an. In ihrem re:THINK-Beitrag auf „A very vegan Life“ widmet sie sich den kleinen Resten, die beim Kochen anfallen und oftmals unbedacht weggeworfen werden. Auch die kleinen Reste zu verwerten, ist für sie ein wahres Statement gegen die Lebensmittelverschwendung und für Nachhaltigkeit, denn im Laufe der Zeit wird auch aus den kleinen Resten ein großer Lebensmittel-Berg. Was nun genau mit den kleinen Resten anzustellen ist, verrät sie in ihrem Post. Hier weiterlesen … […]

  • Leave a Reply