A Very Vegan Life
Stories

Pionier der Nachhaltigkeit / Van Bo Le Mentzel

Im Jahr 2008, in welchem ich mich für die vegane Lebensweise entschied, wurde mein Leben mächtig auf den Kopf gestellt. So brach ich nicht nur mit meiner Ernährungsweise, sondern auch mit meinem Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing und entschied, Sozialarbeiterin oder Kunsttherapeutin werden zu wollen. Letztendlich erkannte ich in der Sozialen Arbeit eine wichtige Grundlage.

Nach einem Umzug, begann ich in Hannover mein Studium der Sozialen Arbeit. Nur kurze Zeit später startete ich mein Blog A Very Vegan Life, denn ich sah hier eine wirkungsvolle Möglichkeit, auch anderen den Veganismus nahelegen zu können und zu zeigen, dass es nicht schwer oder anders sein muss, vegan zu leben – auch wenn die Welt drumherum alles andere als vegan ist.

Heute bin ich Sozialarbeiterin und wieder zurück in der Hansestadt Hamburg. Nebenher ist vor allem die vegane Ernährung mein wichtigstes Thema geworden (Am schönsten ist es allerdings, eine pflanzenbasierte Ernährung mit der Sozialen Arbeit verbinden zu können, hach…). So liebe ich es, mich stundenlang mit Gewürzmischungen, Kräutern und den vielen Möglichkeiten, die der Veganismus bietet, auseinander zu setzen. Gerne greife ich auf ferne Superfoods zurück und verbinde diese mit heimischem Obst und Gemüse und wühle mich zur Inspiration durch Kochbücher aus vergangenen Jahrzehnten. Immer wissentlich, dass ich durch meine Lebensweise für Mensch, Tier und Umwelt weniger Schaden anrichte. Doch dann sind es vor allem immer wieder die sozialpolitischen Themen, soziale Ungerechtigkeiten, die mich aus meiner kleinen, veganen Wunderwelt zerren, die mich hin und wieder auf den Boden der Realität zurück schmeißen – oder auch Menschen, die unkonventionelle Lösungen für unsere heutigen Herausforderungen anbieten und mich so sehr begeistern, dass das Thema Veganismus für einige Zeit stark in den Hintergrund gedrängt wird. In diesen Momenten wird mir deutlich: Veganismus reicht nicht.

HARTZ 4 MÖBEL, AYŞE LANGSTRUMPF & MEHR

Einer dieser Menschen ist Van Bo Le-Mentzel, lebend in Berlin. Jemand, der vor allem durch die Hartz 4 Möbel zum Selbstbauen, inspiriert von Designklassikern, bekannt wurde und doch noch viel mehr Ideen, oft mit Hilfe seiner Crowd, umsetzen konnte. So initiiert er zum Beispiel regelmäßig Schooltalks für Schüler/innen, um zu zeigen, das man trotz schlechterer Startbedingungen im Leben dennoch aus diesem Etwas machen kann. Er erfand Ayşe Langstrumpf, um Rassismus in Kinderbüchern auszumerzen und eine Normalität für Namen wie Ayşe oder Mohammed zu ermöglichen. Momentan arbeitet er an Hartz5, damit viele andere Menschen die Zeit bekommen, ihre Visionen umsetzen  und dennoch ihre täglichen Rechnungen zahlen zu können. Auch engagiert sich Van Bo Le-Mentzel aktuell für Flüchtlinge. Er selbst war als Kind mit seiner Familie aus Laos geflüchtet. Mit seiner Flüchtlingsinitiative Tinyhouse University, baut er mit seinen Studenten kleine Holzhäuser auf Rädern, um den Ankömmlingen etwas Privatsphäre zu geben. Die Studenten kommen aus Syrien, Ägypten und Vietnam.

VAN BO LE-MENTZEL – PIONIER DER NACHHALTIGKEIT

Warum ich dir das erzähle? – um dich auf die nachhaltige, manchmal unkonventionelle Arbeit von Van Bo  Le-Mentzel und seiner Crowd aufmerksam zu machen, solltest du noch nie davon gehört haben. Für Re:Blog und deren Aktion Pioniere der Nachhaltigkeit habe ich noch ausführlicher über seine bemerkenswerte Arbeit geschrieben und wurde auch selbst kreativ. Ich habe mich übrigens bewusst entschieden, mich keinem veganen Thema zu widmen, da es einfach noch so viele andere, wichtige Themen in unserer Gesellschaft gibt, die Unterstützung und Aufmerksamkeit benötigen. Wir müssen sämtliche Probleme unserer Zeit lösungsorientiert und nachhaltig angehen – so wie Van Bo und seine Crowd…

Van Bo Le-Mentzel ist für mich einer der wichtigsten Pioniere der Nachhaltigkeit, da er sich mit seinen Projekten für soziale Gerechtigkeit und unterschiedliche Gruppierungen unserer Gesellschaft einsetzt, welches für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt unerlässlich ist. Vor allem in einer Gesellschaft wie unserer, die in den letzten Jahrzehnten immer heterogener wurde und weiter werden wird, deren traditionellen Verbindungen vermehrt in den Hintergrund geraten und in welcher schnell Verteilungskonflikte entstehen können. Soziale Gerechtigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren für ein friedliches Miteinander und so für unsere Lebensqualität. 

Mehr über Van Bo Le-Mentzel & die Crowd kannst du hier, im Re:Blog, nachlesen. Die Crowd und viele interessante Informationen, findest du unter Konstruieren statt konsumieren bei Facebook.

RE:BLOG & VOTING

Ab dem 11. Dezember findet im Re:Blog ein Voting statt, bei welchem es einen Einkaufsgutschein im Wert von 1000 Euro zu gewinnen geben wird. Damit du für meinen Beitrag voten kannst, werde ich demnächst ein Badge – wie unten – auch in der Sidebar einfügen. Da ich um meine Privilegien weiß und trotz kleiner und größerer Hindernisse immer ein glückliches Leben führen konnte, möchte ich gerne Etwas abgeben und den Gutschein allerdings vor allem für Dinge raushauen, die – nach Absprache mit Helfer/innen vor Ort – von sozialen Projekten in Hamburg benötigt werden. Welche das sein werden, würde ich euch im Fall des Falles sehr gerne wissen lassen.

Wenn du nicht für meinen Beitrag voten möchtest, dann würde ich mich freuen, würdest du diesen Beitrag mit deinen Freunden über die sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter…) teilen, damit noch mehr Menschen von Projekten wie die Hartz4-Möbel, Ayşe Langstrumpf und der Tinyhouse University erfahren können. Vielleicht möchtest auch du selbst ein Teil der nachhaltigen Crowd werden und gemeinsam Visionen Realität werden lassen?

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4 Comments

  • Reply
    Miss Achtung
    5. Dezember 2015 at 22:35

    Das klingt toll! Sehr schön, dass du deinen Gewinn sozusagen abgibst. 🙂 Da liest man dich gleich noch lieber.

    • Reply
      Lena
      6. Dezember 2015 at 09:54

      Danke! ((: Ich denke, dass das nur richtig wäre…

  • Reply
    Astrid
    3. Dezember 2016 at 22:58

    Vielen Dank für Deine Seite und Deine Arbeit!

    • Reply
      Lena Suhr
      5. Dezember 2016 at 08:23

      Danke, Astrid, für die lieben Worte!

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