A Very Vegan Life
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Green Bloggerevent und Vegan in Gent mit Provamel

Gent, „de fiere Stad“ (die stolze Stadt) mit fast 600.000 Einwohner, gelegen in Flandern, irgendwo zwischen den Metropolen Brüssel, Antwerpen und Brügge, zelebriert seit vielen Jahren an jedem Dienstag den Veggie-Day. Die Stadt ist übersät mit Locations, die vegetarische und vegane Alternativen anbieten – von World Cuisine bis Healthy Fast Food. Gent ist (nicht nur) damit doch der richtige Ort, um verrückte Veggie-Bloggerinnen aus UK, Spanien, Belgien, den Niederlanden und Deutschland glücklich zu vereinen. Das fand auch das Team von Provamel, die biologische Marke von Alpro. Deren Geschichte begann vor über 30 Jahren auch in Belgien und mit Sojabohnen. Daher wurden 9 internationale Bloggerinnen für 36 aufregende Stunden nach Gent eingeladen.

Raw Food, Weihnachtsbäume & Glamping in Gent

Für mich ging es vergangenen Freitag mit dem Flugzeug von Hamburg nach Brüssel. Von dort aus ging es  in die 50 km entfernte Stadt Gent. Die erste Location, in der wir Bloggerinnen nach und nach eintrafen, war das StudioMie, ein One Room-Hotel. Dieses liegt in der Nähe des Zentrums und ist ausgestattet mit einer großen Fläche für verschiedenartige Events. Herzlich wurden wir von Mitarbeiter/innen der europäischen Provamel-Teams in Empfang genommen, lernten uns bei einer kurzen Vorstellungsrunde schon mal kurz gegenseitig kennen und konnten vegane Croissants, grüne Gazpacho mit Tamari marinierte Nüssen und Samen, rohvegane Cracker mit Guacamole, frische Säfte und Infused Water snacken, bevor Julie, Raw Food Chefin mit Workshops, Cateringservice, eigenem Buch und Blog, uns mit intensiven Aromen in vier Gängen verwöhnte. Es gab rohveganes Sushi mit Sprossen und Haselnusscreme, Spinat-Mango-Salat mit Sprossen, Avocado und Mandeln, rohe Lasagne mit Cashew-Mandel-„Cheese“ mit einer Marinara aus getrockneten Tomaten,  marinierte Pilze mit Heirloom-Tomaten und Basilikum- und Oreganoblüten, Orangette Tart mit Vanille-Mandel-Bodel, Dattel-Chia-Caramel und einer Schokoladen-Orangen-Ganache mit rohveganem Mandel-Vanille-Eis. Jeder einzelne Gang war überwältigend, doch besonders das Dessert… (Ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll, denn es war mit riesigem Abstand (!) der beste Raw Vegan Cake, den ich bisher, in meinem ganzen Leben, aß.).

Nach dem sehr guten healthy food waren wir aufgefordert, an drei aufgebauten Stationen kreativ zu werden. So stellten wir duftende Seifen mit Anina Soap Creatories her, bedruckten Jutebeutel mit Hilfe von Gemüse, bevor es dann sogar schon richtig weihnachtlich wurde (Pssst, Provamel plant eine Kampagne, die in diesem Jahr zahlreiche Weihnachtsbäume retten und unsere Umwelt schützen soll. Dazu bald mehr!).

Anschließend fuhren wir mit einem Holzboot aus Bangladesh, gesteuert nur durch One Man-Power, in den Sonnenuntergang von Gent, durch die Wasserstraßen der historischen Stadtkulisse, bevor wir unsere Übernachtungsmöglichkeiten bei Alix – Table & Jardin d’Amis beziehen konnten.

Wir rätselten den ganzen Tag über, wo wir übernachten würden, doch niemand wollte es uns verraten. Erst am Abend erwarteten uns in einem großen Garten Zelte, viele kleine Zelte, genannt Tipitents, welche einzig für unsere Nacht in Gent in Mitten einem Meer aus Kerzen aufgebaut worden waren. Diese waren ausgestattet mit einem sehr komfortablen Bett sowie allerlei Goodies, die man beim Glamping, dem glamourösen Camping, noch so benötigt (z.B. pinke Gummistiefel, Ohrenstöpsel, Schlafbrille, Taschenlampe, vegane Pflegeprodukte von Lush, ein Bademantel, Süßigkeiten und die leckere Bananenmilch von Provamel). Camping war noch nie schöner!

Bevor wir uns in die Betten fallen ließen, taten wir jedoch noch das, was wir in diesen Stunden am liebsten taten: gemeinsam Essen. In einer wunderschönen Gartenhütte der Location war für uns eine riesige Tafel liebevoll gedeckt worden, an welcher wenig später verschiedene Salate, herzhaftes Maismus in Radicchio-Blättern, Polenta, Chutney und andere Leckereien kreuz und quer umher gereicht wurden, bevor vanilliger Reispudding und roher Lime Pie den Abschluss eines gelungenen Mahls bildeten. Zwischendrin wurden schöne Fotos des Tages mit einem mobilen Polaroid-Drucker ausgedruckt.

Mit einer Tee-Sommelier gab es bei Lagerfeuer und gerösteten Marshmallows noch einen Ausflug in die aufregende Welt des Tees, bevor wir gegen Mitternacht die Zelte aufsuchten und in den Schlaf fielen.

Superette, Beete & Gazpacho

Der nächste Morgen begann früh. Für manche sogar noch früher, da sich wilde Häschen in das Zelt verirrt hatten und wild umher sprangen. Gestartet wurde deftig und zwar mit einem ausgiebigen Frühstück bei De Superette, einer Location, die Bäckerei, Coffeeshop, Take Away, Shop und Restaurant in einem ist und bekannt für das vielfältige Sauerteig-Brot, welches im riesigen Holzfen, direkt vor den Augen der Gäste, stetig frisch zubereitet wird. Ob Bouillon, Sandwiches mit gebratenen Champignons und Walnüssen oder Kartoffelsalat mit Pinienkernen – alles war unfassbar lecker und die Location bestens dafür geeignet, um lebhaft in den neuen Tag zu starten. Mich begeisterten vor allem auch die Collagen an den Wänden; alte Fotos und Bilder, die kunstvoll und teils etwas creepy verändert worden waren.

Mit einem kleinen Minibus fuhren wir dann hinaus aus Gent, in das Umland. Dort erwartete uns wieder ein alter Garten, doch hier werden biologisches Gemüse, Früchte, Kräuter und auch Blumen angebaut. Nach einer Begehung lernten wir dann Chef Nicolas Decloedt kennen, einen Veggie-Koch, welcher bei Humus Botanical Gastronomy in Brüssel tätig ist und der uns drei aufregende Rezepte mitgebracht hatte, die wir gemeinsam, in 3er Teams, in einer Outdoor-Küche zubereiteten, während wir um uns das Humus stritten, welches mit knusprigen Kräckern aufgetischt worden war (Gibt es etwas Besseres?). Gemeinsam mit Merel und Jamie von De Groene Meisjes aus Amsterdam bereite ich das Dessert zu, eine süße Tomaten-Gazpacho mit Gurke, Fenchelöl, Soja-Mandel-Schaum und karamellisierten Nüssen. Oh, ich muss zugeben, das ich beim Durchlesen der Zutaten sehr skeptisch war, doch als uns die fertigen 3 Gänge nach und nach serviert wurden, war ich schockverliebt, denn die Aromen der verschiedenen Zutaten, auch von Kohlrabi, Birne, schwarzer Rettich mit Tofu-Haselnusscreme (Vorspeise) und Muscat de Provence-Kürbis, Endivien und Senf-Soja-Emulsion (Hauptspeise) harmonierten in besonderer Weise miteinander (Die Rezepte stelle ich euch sehr bald im Blog zur Verfügung!), ebenfalls unbeschreiblich.

Wie immer bei einem Event, ging die Zeit auch beim Green Bloggerevent von Provamel viel zu schnell vorüber. Es waren sehr inspirierende Stunden mit tollen, motivierten Bloggerinnen, die ich bestimmt nochmal hier oder dort, sei es in Barcelona, London, Amsterdam oder auch sehr gerne hier in Hamburg, wiedersehen werde. Das liebe Team von Provamel hat uns wahrlich schöne Stunden ermöglicht, teilweise zu schön, um wahr zu sein. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich dabei sein und das Ganze miterleben durfte. Vielen Dank, von ganzem Herzen.

Den letzten Abend verbrachte ich noch in Gent, besuchte die historische Innenstadt und so auch Greenway, eine vegetarisch-vegane Kette, die leckere vegane Burger anbietet, bevor es am nächsten Tag gegen Mittag zurück nach Hamburg ging.

Teilnehmende Bloggerinnen beim internationalen Bloggerevent: Merel und Jamie von De Groene Meisjes, Maaike-Louise von I Love Eco, Sasha von Oh Holy Basil / The Sasha Diaries, Pixie von Plantbased Pixie, Mich von Healthy Is Funky, Mireia von MireiaGimeno.com und Zaraida von Pink Xixi Cooking / Vegetart Cuina Vegana

P.S.: Ich bin schon heute sehr gespannt, wie ihr die kommende Kampagne von Provamel finden werdet und freue mich, euch sehr bald davon berichten zu können. In den kommenden Tagen bekommt ihr allerdings erst einmal die Rezepte von Nicolas Decloedt von mir.

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6 Comments

  • Reply
    Mrs. Mohntag
    18. September 2015 at 15:25

    Hach, das klingt nach einer perfekten kleinen Auszeit und wie cool ist bitte Glamping? Ich möchten auch Glampen :D. Da hat sich Provamel wirklich was einfallen lassen – ganz großartig!

    Von dem raw-vegan Cake hätte ich dann jetzt auch gerne ein Stück! Danke!

    • Reply
      Lena
      18. September 2015 at 15:27

      Ja, wir waren auch alle ganz überwältigt von diesem Event. Es war in der Tat eine wundervolle Auszeit und von dem Cake, ja, davon könnte ich auch jetzt… ach, jederzeit… immer!

  • Reply
    Merel
    19. September 2015 at 10:29

    Wow, lovely pics Lena! It was great and I can’t hardly believe it’s already one week ago!

    • Reply
      Lena
      20. September 2015 at 13:45

      Thank you!
      Oh, I want to go back so badly… ((:

  • Reply
    Lena
    21. September 2015 at 09:03

    Wow, das klingt echt nach einem einzigartigen Event! Da wurde sich aber echt viel Mühe gegeben. Toll, was man aus Gemüse so alles zaubern kann und ihr so kreativ werden konntet. Das sind echt einmalige Erinnerungen, die man bei sowas mitnimmt.

    Liebe Grüße
    Lena

  • Reply
    Jana
    24. September 2015 at 21:06

    Liebe Lena, dein Bericht hat mir supergut gefallen. Die Bilder sind traumhaft.
    Ich freue mich, dass Du das Erlebnis so ausführlich mit uns Lesern geteilt hast.
    Liebe Grüße
    Jana

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