Nun sind wir bereits beim allerletzten Teil des Shorty Vegan Guides angekommen. Die faktenreiche Reise begann hier im Blog und endet hier, allerdings mit einem sportlichen Gastbeitrag. Wir hoffen, dass Euch unsere kleine Reihe gefallen hat und stellen Euch in den nächsten Tagen den Guide als E-Book zum Download auf allen beteiligten Blogs kostenfrei zur Verfügung, so dass ihr diesen ausdrucken, jeder Zeit selbst nutzen oder auch an alle Interessierten verteilen könnt.

Vielleicht war für Euch auch die ein oder andere Anregung dabei? Über weiteres Feedback freuen wir uns jeder Zeit und sagen auch Danke für die vielen, vielen Mails und Kommentare, insbesondere zu unseren Gewinnspielen, welche viele nette Worte von Euch enthielten. Doch nun schnell zum letzten Teil des Guides, bevor ich noch sentimental werde…

BTW: Bis zum 01. August 2013 könnt ihr noch an allen Gewinnspielen teilnehmen…

Viele, welche sich mit dem Thema Veganismus auseinander setzen, gelangen irgendwann auch an den Punkt, an welchem sie sich fragen, ob Veganismus und (Leistungs-)Sport überhaupt möglich sind. Einer, welcher diese Frage laut mit einem deutlichen „Ja!“ beantworten würde, das ist Elias, welcher für uns einen Gastbeitrag geschrieben hat. Er hat sich die Mühe gemacht, dass er uns die fünf häufigsten Fehler bei Training, Ernährung und Nährstoffergänzungen zusammen gefasst hat, so dass jede/r die Möglichkeit hat den gewünschten Körper zu erreichen. Vorweg: Der Veganismus als Fehler kommt hier garantiert NICHT vor… und nun: Viel Freude mit diesem tollen Gastbeitrag.

Häufigste Fehler bei Training, Ernährung und Nahrungsergänzung 

  1. zu häufiges Training

  2. zu unregelmäßiges Training

  3. zu viel Nahrungsergänzung

  4. zu wenig Nahrung

  5. kurzfristige Ziele

 

Liebe BlogleserInnen,

ich heiße Elias und bin Autor des „Vegan Power Guides“, ein kleines Sachbuch mit Richtlinien für die sportgerechte, vegane Ernährung.

Aufgrund meines Buches und meines Hobbys hatte ich immer viel Kontakt zu anderen KraftsportlerInnen, sowie AnfängerInnen.

Ich führe euch hier die häufigsten Fehler von Menschen an, welche erfolgreich Kraftsport oder Fitness betreiben möchten.

1. Zu häufiges Training

Viele AnfängerInnen, welche sehr motiviert sind, wollen so oft wie möglich ins Fitnessstudio rennen und ihre Muskeln straffen oder stählen. Ich würde mich, in meiner Anfängerzeit, auch zu diesen Leuten zählen. Was viele AnfängerInnen jedoch vergessen: die Muskulatur wächst nicht im Fitnessstudio sondern in den Ruhephasen.

Durch sportliche Betätigung, vor allem Kraftsport, werden Muskelfasern geschädigt. Um diese Muskelfasern stärker nachbilden zu können benötigt der Körper Ruhe, Nahrung und Schlaf.

Vor allem als AnfängerIn sollte man es nicht übertreiben. Eine Muskelgruppe sollte bei hoher Intensität nicht öfter als 2x die Woche trainiert werden.

2. Unregelmäßiges Training

Das Gegenteil des obigen Punktes. Viele melden sich im Fitnessstudio an und nehmen sich vor, sportlich aktiv zu werden. Die ersten paar Wochen klappt das gut, doch nach und nach nimmt die Motivation ab. Im Endeffekt wird der Mitgliederbeitrag bezahlt, die Fitnessstudiobesuche bleiben aber aus.

Hierzu bleibt nicht viel zu sagen, außer an der eigenen Disziplin zu arbeiten. Man sollte sich vor Augen führen, warum man überhaupt das Fitnessstudio besucht, sich klare Ziele setzen. Sei es ein bestimmter Körperfettanteil, Körpergewicht oder verwendetes Gewicht. Langfristige, kurzfristige Ziele und eine klare Zielsetzung was man überhaupt erreichen möchte, helfen dabei am Ball zu bleiben.

3. Zu viele Nahrungsergänzungsmittel

Wie das Wort „Nahrungsergänzungsmittel“ schon sagt handelt es sich um Ergänzung, nicht um einen Ersatz! Viele Neuanfänger sind zu sehr fixiert auf die Details (Nahrungsergänzung, exotische Übungen etc.), dass die Basics vollkommen außer Acht gelassen werden. Viel wichtiger als diverse Nahrungsergänzungsmittel und Pülverchen, ist zunächst einmal die Ernährung selbst. Ergänzungsprodukte sind nur sinnvoll um eine gute Ernährung zu optimieren, nicht um eine schlechte Ernährung zu kompensieren.

Ernährt euch gesund, viel Obst, viel Gemüse und eine reiche Auswahl an Hülsenfrüchten, sowie ein paar verschiedene Nüsse. Wenn ihr euch regelmäßig und gesund ernährt, könnt ihr euch überlegen ob ihr zusätzlich vegane Proteinpulver oder andere Ergänzungen zu euch nehmen wollt.

4. Zu wenig Nahrung

Vor allem Männer haben dieses Problem häufig. Es wird sich beschwert, man würde keine Muskeln aufbauen, dann kommt oft der Griff zu diversen Nahrungsergänzungsmitteln.

Das Problem ist, wer zu wenig isst, dem helfen auch keine Nahrungsergänzungsmittel. Wie viel Muskeln man aufbaut hängt größtenteils von der Nahrungszufuhr und auch von der Trainingsintensität ab.

Der Körper kann unmöglich Muskulatur aus Luft und Liebe erschaffen. Es braucht Nahrung, um den Körper mit Energie und Baumaterial zu versorgen.

Lasst euch zudem nicht davon täuschen wenn ihr zum Abendessen 3 Teller Nudeln esst und trotzdem nicht zunehmt. Wie sah der Rest des Tages aus? Wer den Rest des Tages kaum Nahrung zuführt, der isst im Endeffekt trotzdem wenig.

Wer zunehmen will schraubt langsam und konstant die Nahrungszufuhr hoch, zum Beispiel ein paar regelmäßige, zusätzliche Snacks über den Tag verteilt. Jemand der abnehmen will schraubt langsam und konstant die Nahrungszufuhr runter. Im Grunde ganz einfach.

5. Zu kurzfristige Ziele

Oft kommen Leute zu mir und fragen mich: „Ich fahr‘ in einem Monat in den Urlaub, kannst du mir Tipps geben wie ich so schnell wie möglich eine gute Strandfigur kriege?“.

Wer einen Monat vor dem Urlaub anfängt regelmäßiges in das Fitnessstudio zu gehen kommt mindestens 5 Monate zu spät. Man sollte sich ganz schnell von der Idee verabschieden, dass man über Nacht seinen Traumkörper erreicht. Vor allem von Frauen höre ich oft: „Ich möchte lieber nicht zu hart trainieren, sonst werde ich zu muskulös. Ich will meinen Traumkörper.“

Fakt ist, man erreicht seinen Traumkörper nicht, indem man sich zurück hält, sondern man erreicht eines Tages seinen Traumkörper wenn man Monat für Monat, über mehrere Jahre, sein Bestmöglichstes tut.

Durch Werbung und Produktwerbung hat die Norm den Eindruck, dass man sofort zum Hulk mutiert, sobald man eine Hantel berührt. Von der Idee solltet ihr euch ganz schnell verabschieden. Kraftsport braucht Disziplin, Spaß aber vor allem auch Geduld. Dies gilt übrigens für alle Sportarten!

Setzt euch kurzfristige Ziele, damit ihr ein Erfolgserlebnis habt, diese kurzfristigen Ziele sollten aber realistisch sein. In 3 Monaten nicht mehr durch die Tür passen, oder in 3 Monaten eine Bikini Traumfigur sind keine kurzfristigen Ziele. Dazu solltet ihr euch eure langfristigen Ziele vor Augen führen um immer ein klares Ziel vor Augen zu haben.“

1000 Dank an Elias für diesen schönen Beitrag. Solltet ihr mehr zum Thema erfahren wollen, so lege ich Euch den Vegan Power Guide mit 59 prall gefüllten Seiten zu den Oberthemen Sport, Ernährung, Supplemente und Mentale Kaft ans Herzchen. Für nur 10 Euro ist der Guide direkt über Elias‘ Facebook-Seite Vegan Atlas zu beziehen oder auch über bekannte Online-Kaufhäuser, welche Bücher vertreiben. Dort findet ihr auch ein E-Book für 4,99 Euro. Es lohnt sich!

x, Lena