Dies & Das

GOING RAW VON JUDITA WIGNALL

Zur Zeit überkommt mich immer wieder die Lust auf frisches Obst und Gemüse und die Rohkost gerät bei mir mehr und wieder in den Fokus. Judita Wignall, Schauspielerin, Print Model und Musikerin aus Los Angeles, welche vor einiger Zeit aus gesundheitlichen Gründen auf eine rohköstliche Ernährung umgestiegen ist und seither ein Diplom als Rohkost-Köchin und -Beraterin machte und unter dem Namen Raw Judita bloggt, hat mit Going Raw* ein – wie ich finde – sehr hilfreiches Buch zum Thema Rohkost heraus gebracht, welches es bereits seit September 2012 auch im deutschen Buchhandel gibt. 

Das Buch mit 192 Seiten und Softcover verfügt nach einer Einleitung von Rawfoodchef Cherie Soria über vier Kapitel: Die Vorzüge der rohköstlichen Ernährung, In Ihrer Rohkost-Küche, Rezepte für die Rohkost-Revolution und Rohkost forever.

Im ersten Kapitel erfährt man Vieles über rohköstliche Lebensmittel, angefangen bei Früchten über Samen und Sprossen bis hin zu Natürliche Süße wie Agavendicksaft oder Mesquitepulver. Es folgen viele Fakten und Wissenswertes, zum Beispiel in dem Teil Was die Rohkost Ihnen schenkt und Pflanzliche Proteinquellen oder Blattgemüse und Chlorophyll oder auch auf der Seite Das Problem mit den Sojaprodukten.

Im zweiten Kapitel In der Rohkost-Küche geht es erst einmal um die verschiedenen Zutaten für die abwechslungsreiche Rohkost-Küche und worauf beim Kauf und der Lagerung geachtet werden sollte. Danach werden die verschiedenen Tools von Messer über Hochleistungsmixer bis Entsafter beschrieben und (Schneide-)Techniken in verschiedenen Fotoserien gezeigt (Für mich besonders interessant: Wie Sie eine Trinkkokosnuss öffnen). Auf einer gesonderten Seite nennt die Autorin die verschiedenen Heilwirkungen von geläufigen Kräutern und Gewürzen und auf einer weiteren die Einweichzeiten für Nüsse und Samen. Danach zeigt sie detailiert wie Sprossen gezogen werden können und Getreide gekeimt werden kann.

Das dritte Kapitel beinhaltet viele aufregende Rezepte (mit allen wichtigen Angaben zu Menge und Zeiten), angefangen bei Smoothies, danach folgen Säfte und Frühstücks-Leckereien wie zum Beispiel Beeren-Creme-Crepes oder Chiapudding. Weiter geht es mit Salate & Dressings, Suppen & Beilagen wie Thai-Kokosnuss-Suppe oder Pilze mit Pinienkern-Käse und Spinat-Walnuss-Pesto oder Cashew-Hanfsamen-Kräuterkäse. Unter Hauptgerichte findet sich dann auch mein absolutes Highlight: Mexikanische Tacos. Weiter gibt es Rezepte für Spagetti Bolognese nach Veggie-Art und Maki Sushi sowie BBQ-Veggie-Burger. Im Dessert-Teil finden sich zum Beispiel Orange-Schokoladen-ParfaitBrownies a la mexicana und Eiscreme. Danach gibt es noch Rezepte für Snacks, zum Beispiel Energieriegel, Getränke, Fermentierte Nahrung, Extras wie Veggie Sauerrahm oder Pico De Gallo, Pikante Leckerbissen und Süßes für Zwischendurch.

Das letzte Kapitel Rohkost forever gibt  noch einmal viele Tipps und Anregungen der Autorin zur Ernährungsumstellung, Antworten auf die Frage Wie viel Rohkost ist richtig für Sie? und wie sich die oft als zeitaufwendige Ernährungsform in unseren Alltag integrieren lässt. Zuletzt gibt es dann noch einen Menüplan für eine Rohkost-Woche, Interessantes zu Ihre Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht, ein Glossar, Bezugsquellen und ein Literaturverzeichnis sowie Rezepteverzeichnis.

Beiliegend ist noch eine DVD mit englischer Sprache („Die besten Tipps für die Rohkost-Küche„). Hier zeigt Judita Wignall die verschiedenen Techniken der Rohkost-Küche im Detail. Des Weiteren finden sich im gesamtem Buch immer wieder Zitate von Rohkost-Begeisterten.

Fazit: Wow. Die Auswahl der Rezepte – von Basisrezepten bis Gourmetküche – hat mich beim ersten Durchblättern sofort begeistert und auch die Fülle an Fakten und verschiedenen Informationen zum Thema konnten mich sofort an das Buch fesseln. In kürzester Zeit konnte ich so Vieles über die wertvolle Rohkost-Küche erfahren. Die farbige Gestaltung und die schönen und auch oft hilfreichen Fotos bzw. Fotoserien (und die DVD) unterstreichen den interessanten Inhalt des Buches. Insgesamt wird angeregt mehr Rohkost in den Alltag zu integrieren, doch immer mit dem Hinweis, dass wir selbst bestimmen, wie viel Rohkost letztendlich in unseren Speiseplan integriert werden soll und dass wir daher besonders auf unseren eigenen Körper achten möchten – vollkommen undogmatisch und für mich sehr anregend um das Thema für mich weiter behandeln zu wollen. Das Buch ist perfekt um einen tollen Einstieg in das Thema zu bekommen und erste Rezepte zu verwirklichen, daher für Rohkost-EinsteigerInnen und -Interessierte bestens geeignet. Toll. Für mich bisher DAS interessanteste und beste Buch zum Thema, welches mir bekannt ist.

Erhältlich ist das Buch Going Raw von Judita Wignall für 22,90 Euro inklusive DVD im Buchhandel und direkt hier beim Hans-Nietsch-Verlag.

Mittlerweile ist auch ein weiteres Buch mit dem Titel Raw & Simple von Judita Wignall erschienen, allerdings ist dieses bisher nur auf Englisch erhältlich. Auf Deutsch ist dieses für Mitte September geplant.

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5 Comments

  • Reply
    Juli
    29. Mai 2013 at 22:47

    Liebste Lena,
    eine wundervolle Review! Ich hatte letztens auch mal das Glück, einen Blick in dieses Buch zu werfen, & muss sagen, dass ich ähnlich begeistert davon war wie du. Faszinierend, dass je öfter ich mich mit der Rohkost-Bewegung beschäftige, desto mehr hab ich auch den inneren Drang es selbst mal auszuprobieren, & doch hab ich es bis heute nicht wirklich geschafft, vermehrt Rohkost in meine Essverhalten zu integrieren (Gut, abgesehen von Salat 1mal die Woche :D). Was mich allerdings ein bisschen an dem Buch gestört hat, ist, dass für die Rohkost-Ernährung sehr typische Gerätschaften wie Dörrgeräte & der ganze Spaß, schon notwendig sind, wenn man die richtig leckeren Rezepte ausprobieren will. Aber das ist auch ein Faktor, der mich an fast jedem Rohkost-Buch stört. Wie siehst du das?

    Viele liebe Grüße,
    Juli

    • Reply
      Lena
      30. Mai 2013 at 08:57

      Hallo Juli,
      ich antworte Dir nachher ausführlich dazu, muss nun erstmal los zur Hochschule. Vorweg: Es ist alles nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick vielleicht erschien… (: Bis später!

    • Reply
      Lena
      31. Mai 2013 at 08:26

      So. (: Aaaaaalso, bzgl. des Dörrofens: Da kannst Du auch Deinen Backofen nehmen, auf 50 Grad erhitzen und die Backofen-Tür leicht geöffnet lassen oder im Sommer traditionell in der Sonne dörren.
      Judita Wignall schreibt auch, dass für die meisten Gerichte ein gutes Messer ausreicht und sie in der ersten Zeit auch zB keinen hochpreisigen Mixer hatte. Sie schreibt, dass man auch ohne diese Geräte leckere Gerichte zaubern kann und das sehe ich ebenso. Klar, es ist toll wenn man leistungsstarke Geräte hat, aber es klappt auch ohne und wenn man bemerkt, dass man viel Rohkost zu sich nehmen mag, dann kann man ja auch auf Dauer über eine Anschaffung der Geräte nachdenken… (:

      Viele Grüße, Lena

  • Reply
    Zoe
    4. Juni 2013 at 11:12

    Das klingt, als müsste ich das Buch sofort bestellen 😉 Ich mache gerade meine ersten Versuche mit der Rohkost, da wäre das sicher genau das Richtige! Danke für den Tip,
    xo Zoe

    • Reply
      Lena
      4. Juni 2013 at 11:18

      Gerne! Es ist echt eine tolle Mischung von vielen wichtiges Infos und supertollen Rezepten…

      Viel Freude beim Entdecken & beste Grüße,
      Lena

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